Drum Rack für Ableton Live und Elektron Analog Rytm

von Hartmut Gieselmann

Installation:

Um das Drum Rack für den Analog Rytm in Ableton Live zu nutzen, müssen Sie zunächst das Overbridge-Plug-in von Elektron installieren und einrichten. Ziehen sie anschließend die Datei "ct Analog Rytm Drum Rack.adg" einfach per Drag&Drop in einen User-Ordner ihres Ableton-Live-Browsers. Sie können das Drum Rack fortan in einer MIDI-Spur als Instrument verwenden. Getestet haben wir das Drum Rack mit Ableton Live Suite 9.6 und Overbridge 1.1 Beta. 

Anwendung:

Das Drum Rack bindet das Overbridge-Rytm-Plug-in auf der ersten Signalkette ein. Die weiteren zwölf Signalketten spielen die unterste MIDI-Oktave von C -2 bis B -2 und können beispielsweise über den Push-Controller gespielt werden. Sie geben die MIDI-Noten über ein "External Instrument" an das Overbridge-Plug-in weiter und bekommt von diesem den jeweiligen Audio-Kanal zurück. 

Je nachdem, welche Kanäle von dem Overbdridge-Steuerprogramm übertragen werden, sind auf den einzelnen Kanälen die jeweiligen instrumente zu hören oder sie bleiben stumm. Im letzten Fall werden sie nur über den Main out des Overbridge Plug-ins auf der ersten Signalkette im Drum Rack übertragen. Sie können am Rytm einstellen, welche der Schlaginstrumente über den Main-Out oder nur über die Solo-Kanäle erklingen sollen.

Makros:

Die acht Makro-Regler des Drum Racks habe ich mit insgesamt 128 Parametern des Overbdrige-Plug-ins verknüpft (mehr sind in Live leider nicht möglich). Im Map Editor können Sie sich die Verknüpfungen genauer ansehen und nach eigenem Gusto anpassen:

FX Vol: Steuert die Lautstärke des FX-Kanals des Rytm in dessen Mixer

Comp: Reguliert verschiedene Parameter des Kompressors von Rytm. Wenn Sie ihn aufdrehen wird die Kompression stärker während der Lautstärke-Pegel ungefähr gleich bleibt.

Overdr.: Verstärkt die Verzerrung des Rytm auf allen Kanälen

Decay: Steuert die Amp-Decay-Zeit aller Kanäle. So können Sie die Ausklingzeit aller Instrumente mit einem Dreh von kurzen Staccatos bis zu langen Sounds ändern.

FX Time: Steuert die Delay- und Reverb-Zeit auf der FX-Page. Bei kurzen Zeiten filtern die Filter zusätzlich den tieffrequenten Anteil heraus, bei langen Zeiten werden zusätzlich die hochfrequenten Anteile gefiltert.

FX Feed: Steuert den FX-Anteil der Kanäle 2 bis 7 und verstärkt zusätzlich das Delay Feedback und den Delay-Overdrive, für lang anhaltende Echos.

Filter: Steuert die Filter aller Instrumente auf einmal. Niedrige Einstellungen haben eine tiefe Filter-Frequenz, aber gleichzeitig einen hohen Anteil der Filter-Envelope-Kurve mit kurzem Decay, sodass nur kurze Impulse durchkommen. Bei einer hohen Einstellungen steigt die Filterfrequenz, der Anteil am Filter Envelope und die Resonanz gehen zurück.

Reverse: Wechselt den Start und das Ende der Samples, sodass diese bei voll aufgedrehtem Regler rückwärts spielen. Zusätzlich wierden die Attack-Zeiten der Amp-Envelopes für den Reverse-Effekt etwas verlängert. Nur für einzelne Samples, aber nicht für Sampleketten geeignet.


Viel Spaß beim Experimentieren!

Kontakt:
Hartmut Gieselmann
hag@ct.de
Redakteur c't - magazin für computer technik
Heise Medien GmbH, Hannover, Germany 




